Kunsttherapie - Kunst AG

„Kreativität ist etwas durch

dich in Erscheinung treten zu lassen“

Irina Rauthmann

Kunsttherapie gehört zu jeder Klinik, die Menschen mit seelischen und geistigen Problemen behandelt. Malen begleitet heute Psychiatrie, Suchtherapie, Neurologie, Orthopädie, Psychosomatik, Geriatrie, Onkologie und Rheumatologie. Im Idealfall entwickelt sich durch Bilder ein Gespräch über die Gefühle, die sich in Farben und Formen ausdrücken.

Man kann es auch so formulieren: Das bildhafte Denken überschwemmt das begriffliche Denken, während bei gesunden Erwachsenen das begriffliche das bildhafte Denken einschränkt. Unbewusstes drängt an die Oberfläche. Die Empfindungen gewinnen die Oberhand über Form und Figur. Laut C. G. Jung, der Begründer der analytischen Psychologie, trägt jeder Mensch unbewusste Bilder mit sich herum, die durch das Malen ausgedrückt werden können. Beim schöpferischen Prozess geht es im Grundsatz nicht um die künstlerische Qualität des Bildes. Der Therapeut interpretiert das Bild nicht. Die Therapie ist das Malen selbst.

Ziele der Kunsttherapie können je nach Krankheitsbild bzw. Diagnose sehr unterschiedlich sein. In jedem Fall schult sie die Selbstwahrnehmung, fördert die Konzentration, bei Sprachschwäche oder Hemmungen bietet sich der Farbdialog (Der Farbdialog ist ein spezielles dialogisches Verfahren, bei dem Klient und Therapeut zusammen malen) an,  mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und ungeahnte Ängste und Blockaden zu lösen.